NYC #1 – Why it was so hard for me to say good bye

New York is not a city – it’s a world.

Für mich hat es sehr lange dauert, um alles, was ich gesehen und erlebt habe, zu realisieren und zu verarbeiten. Von New York wird man wirklich wie in seinen eigenen Bann gezogen – wenn man es auch zulässt. 

Direkt, als ich angekommen bin, habe ich mir vorgenommen, hier am Blog ganz viele Updates zu posten und alles wie eine Art Tagebuch auszulegen. Ich habe damals relativ bald meinen ersten Beitrag hier geteilt, aber es fiel mir wirklich schwer, das Ganze weiterzuverfolgen, einfach weil sooo unglaublich viele Sachen passiert sind in so kurzer Zeit – deshalb habe ich mich dann doch umentschieden, um die Realität ein wenig mehr zu genießen und so viele Dinge als möglich zu erleben.

Der Hauptgrund für die Reise bzw. den Umzug war mein Auslandssemester am Beverley College. Das gab mir die einmalige Chance, einfach mal in den Alltag und das gewöhnliche Leben in DER Stadt New York City reinzuschnuppern. Für die ersten 10 Tage haben wir in Brooklyn gewohnt, aber leider nicht in Williamsburg oder einer anderen trendigen Gegend, sondern in Crown Heights. Es war jetzt nicht so schlimm, war aber auch nicht so sonderlich cool oder sicher. Nach diesen paar Tagen sind wir dann nach Manhattan gezogen. Manhattan hat wirklich so viele verschiedene Gegenden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Die einzige Sache, die alle gemeinsam haben, ist den relativ hohen Preis.

Letztendlich sind wir dann in East Harlem gelandet, das liegt direkt über der bekannten Upper East Side. Wir dachten, dass die Gegend gar nicht so schlecht sein kann, wenn der reichste Teil der Bevölkerung so nah ist, tatsächlich war es aber echt nicht gerade die beste Gegend zu wohnen. (Übrigens: ich arbeite gerade auch an einem Guide, der meine persönlichen Empfehlungen, Infos und Tipps beinhaltet. Dort werde ich dann auch nochmal näher in verschiedene Wohnorte usw. eingehen.)

Aber was war es nun, was es mir so schwer gemacht hat, mich von der Stadt zu verabschieden? Es ist wirklich DIE Stadt, in der all eure Träume wahr werden können und im gleichen Moment kann es sein, dass einem auf einmal alles genommen wird. New York ist wirklich eine wahnsinnig große Stadt und eine einzelne Person ist dort einfach ein Niemand. Alles und alle Menschen sind ziemlich anonym, im Endeffekt kümmert es also die Masse recht wenig, wie es einem geht. Aber man kann’s auch niemandem übel nehmen, Rücksicht auf jeden einzelnen in so einer riesigem Ansammlung an Menschen nehmen zu können ist einfach unmöglich.

Damit will ich aber gar nicht sagen, dass die Menschen dadurch unfreundlich sind, denn das sind sie auf jeden Fall nicht. Was aber zu sagen ist, dass die meisten Leute dort extrem oberflächlich sind und Freundschaften dort einfach eine andere Bedeutung haben als hier in Mitteleuropa. Das heißt aber auch nicht, dass Amerikaner keine guten Freunde sein können, sie können sich meiner Meinung nach nur einfach nicht so schnell öffnen. Das liegt aber vielleicht auch schlicht daran, dass jede einzelne Person in dieser Menge jemand sein möchte und sich deshalb selbst schützt.

Wie schon erwähnt, die Stadt hat mich wirklich in ihren Bann gezogen. Die Sache, die mich am meisten beeindruckt hat, war die Vielzahl an individuellen Leuten. An keinem anderen Ort, an dem ich bisher war, gab es so viele verschiedene Menschen. Und nein, ich rede hier nicht nur von den unzähligen Nationalisten, die hier aufeinander treffen, sondern darüber, dass eigentlich jeder von diesen Personen seine eigene interessante Geschichte zu erzählen hat. New York ist nun mal eine der berühmtesten Städten, die es gibt, das hat es ganz besonders gemacht, an so viele Orte zu gehen, an denen unzählige Filme, Serien und geschichtliche Ereignisse passiert sind. Es hat sich wirklich so angefühlt, als wäre man ein Teil dieser Stadt, so, als würde ich dort hingehören.

New York ist wirklich ein magischer Ort – und neben all dem Glitzer gibt es leider auch so viel Armut. Mir ist bewusst geworden, dass man in New York entweder reich und erfolgreich sein kann, oder aber arm und obdachlos. Ich sehe mich selbst in keinem der beiden Extrema – klar, würde ich es wenn dann bevorzugen, reich zu sein als obdachlos – aber für meisten Leute ist Geld das Thema, um das sich das ganze Leben dreht. Und noch einmal, man darf diese Leute gar nicht verurteilen, so kapitalistisch zu denken, der ständige Strom immer der Beste und Erste zu sein verlangt das von den Menschen ab.

Ich kann es gar nicht erwarten, mehr über meine Zeit in New York zu erzählen! Es gibt so viele Dinge, über die ich gerne berichten möchte. Als ich Vorort war habe ich auch so viele Blogs verschlungen, um noch mehr Infos und weitere coole Orte zu finden, deshalb möchte ich auch gerne ganz viele Menschen da draußen mit meinen Erfahrungen erreichen. Und falls es von eurer Seite noch Dinge gibt, über die ich unbedingt etwas sagen soll, lasst es mich wissen!

 

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