MILAN: Weekend-Trip

Ein Wochenende in Mailand

Eine Woche vor Weihnachten ging es für mich und eine Freundin spontan nach Mailand. Als ich das erste Mal dort war, hat es mir leider nicht so gut gefallen. Damals war ich nur auf der Durchreise und habe in einer sehr hässlichen Gegend gewohnt. Zeitlich gesehen war auch alles relativ knapp und ich bin mit viiiiiiel zu großen Erwartungen nach Mailand gefahren.

 

Wohngebiet & Flüge
Dieses Mal haben wir im Gebiet Porta Venezia gewohnt, genauer gesagt im Hotel Sanpi. Gefunden haben wir das Hotel über Booking.com, die Flüge über momondo.de. Wir haben uns für die Billigfluglinien Meridiana und EasyJet entschieden und festgestellt, dass das bestimmt nichts für jemanden ist, der Wert auf Luxus legt, aber für die 50 Minuten in der Luft war es für uns ganz okay, denn so konnten wir unser Geld anders investieren. Geflogen sind wir am Freitagabend und zurück ging es schon zwei Tage später, ebenfalls am Abend.

Transfer
Vom Flughafen aus haben den Shuttle zum Hauptbahnhof für 5,-€ genommen. Eine ganz nette Italienerin war mit ihrem Hund spazieren und hat uns den Weg zum Hotel gezeigt, worüber wir uns sehr gefreut haben. Das Hotel machte einen sehr schönen Eindruck und die Rezeptionisten waren sehr freundlich. Das Zimmer war sehr süß und komplett ausreichend für zwei Nächte.

Nachmittagsprogramm
Am ersten Abend sind wir dann gleich mal ins Bett und am Samstag nach dem Frühstück im Hotel ging es direkt mit der Tram los. Wir wollten eigentlich zu einem Vintage-Flohmarkt im Südwesten Mailands, der war dann aber anders als erwartet. Ohne uns großartig in dieser Gegend auszukennen, haben wir dann ein paar kleine Boutiquen abgeklappert, bis wir den Domplatz erreichten. Der Anfang dieser größeren Straße heißt Corso Genova und wird dann, in Richtung Dom, die Via Caesare Correnti. Der Domplatz war, wie zu erwarten, relativ überlaufen und vor allem am letzten Wochenende vor Weihnachten zog es sehr viele Touristen in den Stadtkern. Dort sind zwar alle bekannten Ketten, aber mir persönlich hat die Straße mit den Boutiquen besser gefallen.

Im Zentrum sind wir auch durch die Galleria Vittorio Emanuele II spaziert, haben dann am Corso Vittorio Emanuele den Sephora aufgesucht. Leider gibt es ja bisher weder in Österreich noch in Deutschland eine Sephora-Filiale, deshalb ist das für mich immer ein Punkt auf meinem persönlichen Pflichtprogramm.

Danach wollten wir eigentlich zurück ins Hotel, haben dann aber spontan ein Outlet gefunden, das sich in einer Passage an einer Seitenstraße befindet. Dort haben wir dann eindeutig mehr Zeit verbracht als wir eigentlich sollten.. 😉

Am Sonntag hatten wir noch ein bisschen Zeit, da unser Flug erst am Abend ging.Wir sind nach unserer doch etwas längeren Partynacht erst gegen Mittag aus dem Hotel und haben unsere schöne Gegend weitererforscht. Zufällig haben wir die UniCredit Towers und den Piazza Gae Aulenti erreicht, um den einige Läden auch sonntags geöffnet hatten, unter anderem befindet sich dort auch noch ein Sephora 😉

Ungeplant sind wir am Ende unseres kleinen Spaziergangs wieder am Corso Como angekommen, an dem wir am Vorabend feiern waren und haben festgestellt, dass der Weg zu Fuß tatsächlich nicht so weit gewesen wäre.Nachdem wir unser Gepäck wieder vom Hotel abgeholt haben, ging es wieder vom Hauptbahnhof aus mit dem Shuttle zum Flughafen.

Essen
Da wir beide einige Allergien haben, ist es meistens relativ schwierig ein Restaurant zu finden, das für uns beide passt. Die Freundin, mit der ich unterwegs war, hat aber über Blogs ein sehr gut bewertetes kleines, veganes Burgerrestaurant entdeckt, das wir ausprobiert haben namens 
Flower Burger.

Abendprogramm
Am Abend haben wir uns fertiggemacht und uns umgehört, wo wir denn ein bisschen weggehen könnten. Wir wollten beide in keinen überlaufenen Club und so wurden uns die Bars am Corso Como empfohlen. Uns wurde zwar gesagt, dass wir vom Hotel aus zu Fuß nur 15-20 Minuten gebraucht hätten, aber wir haben uns dann für ein Taxi entschieden. Dort sind wir zuerst in eine Latino-Bar, die super Musik gespielt hatte. Mit Italienern kommt man ja sowieso immer recht einfach ins Gespräch, deshalb sind wir dann mit Einheimischen weitergezogen in den Club Loolapaloosa.


ZU BEACHTEN:

Flüge
Beim Buchen der Flüge sollte man darauf achten, dass man nicht übersieht, auf bzw. von welchem Flughafen man fliegt. Wir hatten zum Beispiel die Verbindungen München-Linate beim Hinflug und Malpensa-München beim Rückflug. Beide Flughäfen sind nicht weit von Mailand entfernt, der Linate ist sogar relativ nah.

Sprache
Grundsätzlich ist man mittlerweile fast überall auf der Welt mit Englisch sicher, es schadet aber nie, zumindest ansatzweise italienisch zu sprechen oder zu verstehen. Ich hatte in der Schule Latein und Spanisch, deshalb fällt mir Italienisch relativ „leicht“, vor allem das Lesen ist easy und vom Verständnis her klappt das auch. Nur das Antworten mit der richtigen Grammatik fehlt mir, ich bin aber gerade dabei mir die Sprache langsam zu erlernen 😉

Preise
Im Vergleich zu München ist Mailand wirklich günstig. Besonders begeistert haben mich die Preise beim Shopping, vor allem in dem riesengroßen Outlet, in dem wir waren. Da wundert man sich nicht mehr, warum in Mailand alle so gut gekleidet sind.

Kultur
Meiner Meinung nach habe ich selten so viele freundliche und offene Menschen getroffen. Bisher ist nur Portugal mit Lissabon an Gastfreundlichkeit weiter vorne, aber Mailand ist ganz dicht dran. Der Humor und die Lebenshaltung der meisten Leute dort trifft absolut meinen Geschmack und meine Einstellung, weshalb ich auch nicht ausschließe, nach meiner Zeit in München meinen Wohnort ins schöne Mailand zu verlegen.

 

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